1977 -Wie alles begann

.Gesucht: Kunstfreunde
Zwanglose Zusammenkünfte in Sachen Kunst

-str- Esens. “Kultur heißt nicht, Kunst produzieren und verkonsumieren, sondern selbst schöpferisch tätig sein - für breite Kreise,” sagte Christian Eisbein (Neßmergrode). Daher will er einen Kreis kunstinteressierter Personen im Raum Esens ins Leben rufen. Es soll kein Verein gegründet werden. Interessierte können sich zu zwanglosen Zusammenkünften und zwangloser Zusammenarbeit treffen. Eisbein will kein Vorsitzender oder dergleichen werden; ihm geht es darum, daß sich die genannten Personen überhaupt treffen.  Er denkt hierbei an Gruppen oder Kleinstgruppierungen mit gleichen Interessensgebieten, wie z. B. mit gleichen Interessensgebieten, wie z. B. Landschaftsmalerei, Stilleben, Tierdarstellungen oder andere Richtungen. Könner, Fortgeschrittene und Anfänger sollen die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen haben; daraus könnten evtl. ausbildungsähnliche Verabredungen für Anfänger entstehen. Eisbein bittet auch Personen ohne besondere Kunstbegabung, die jedoch über Organisationstalent verfügen, mitzumachen. Interessierte können sich an Christian Eisbein,
2981 Neßmergrode, wenden. Für die spätere Einladung sollte ein volladressierter Freiumschlag beigefügt werden.
 

Harry Fisch führt jetzt Ostfriesischen Kunstkreis
Karola Timmermann zur Ehrenvorsitzenden ernannt /
1991 im Zeichen der Peldemühle  
(Gesa Mennen / OZ (Ostfriesenzeitung vom 12.02.1991)  
                                                              
esa Wittmund. Der Jahresbericht 1990 bestätigte es wieder einmal: Der Ostfriesische Kunstkreis ist ein Verein mit hohem Ansehen, zu dem jedes einzelne Mitglied mit seinem Können beiträgt. Wie Vorsitzende Karola Timmermann berichtete, wurde auch im vergangenen Jahr vielen Aktivitäten nachgegangen. Man unternahm eine Tagesfahrt zum Radziwill Museum in Dangast und bildete sich durch Dia-Vorträge auf dem Gebiet der Holzschnitte und über den Maler Lovis Corinth weiter. Einige Fahrten hätten jedoch abgesagt werden müssen, “weil die Künstler schwer zusammenzuhalten sind”.
die erste Ausstellung im letzten Jahr fand im Mai im Bürgerhaus Großefehn statt. Darauf folgten die Mühlentage, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg gehabt hätten. Bei der zweiten Ausstellung in Horumersiel dagegen sei eine große Resonanz zu verzeichnen gewesen.
Im November / Dezember fand in der Kreissparkasse Wittmund die 58. Ausstellung im 15 jährigen Bestehen des Ostfriesischen Kunstkreises statt. die Vorsitzende bedankte sich bei jedem Künstler, der mitgeholfen habe, die Ausstellung so erfolgreich werden zu lassen. Nach 14 Jahren stelle Karola Timmermann ihr Amt zur Verfügung. sie war es die den Ostfriesischen Kunstkreis nach der Gründung durch Christian Eisbein in aktiver Arbeit und mit viel Initiativen aufgebaut hatte. Während dieser Jahre habe ihr der im letzen Jahr verstorbene Schriftführer Harald Jacobs treu zur Seite gestanden. Die scheidende Vorsitzende selbst schlug dann Harry Fisch als einen kompetenten Nachfolger vor, der in den folgenden Wahlen auch einmütig bestätigt wurde.
Auch Gerhardt Block trat nach zwölfjähriger Amtszeit als Schatzmeister zurück. Ihno Redelfs heißt sein Nachfolger, und Hinrich Siebelts übernahm das Amt des Schriftführers.
Harry Fisch ernannte Karola Timmermann zur Ehrenvorsitzenden und Gerhardt Block zum Ehrenvorstandsmitglied. Der neue Vorsitzende kündigte dann die Aufgaben des Kunstkreises im laufenden Jahr an. Man denke über eine Ausstellung in den Räumen des Innenarchitekten Henry Schwitters nach, die in Zusammenarbeit mit Kurt Schwitters stehen soll, einem Maler, Graphiker und Bildhauer zur Zeit der Dadaismus Bewegung. Um sich über diesen Künstler zu informieren, ist eine Fahrt ins Sprengel Museum in Hannover geplant, wo Werke von ihm zu bewundern sind. Ein weiterer Punkt der Kunst in Ostfriesland ist die im Mai geplante Kulturwoche im Rahmen des Mühlenfestes zum 250 jährigen Bestehen der Wittmunder Peldemühle. Viele Kaufleute der Wittmunder Fußgängerzone stellen hierfür Teile ihrer Schaufenster zur Verfügung, in denen auszugsweise die guten Exponate der ostfriesischen Künstler vorgestellt werden sollen.

Pressemeldung vom Anzeiger für Harlingerland 11. Feb. 1991
Harry Fisch übernahm den Ostfriesischen Kunstkreis
Mühle und Dadaist - Kunstkreis soll zweimal ausstellen

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Der Start war tragisch. Der distinguierte Vorsitzende des zu gründenden Vereins verunglückte auf der Fahrt zur Wahlsitzung tödlich, so hat  es 2001 Karola Timmermann dieser Redaktion erzählt . Sie hatte nicht vorgehabt Vorsitzende des Kunstkreises zu werden. Ob die Wahl am selben Abend stattgefunden hat, ohne Wissen der Anwesenden um dieses Unglück, wurde nicht recherchiert. Karola Timmermann erhielt jedenfalls den Zuschlag und wurde die 1. Vorsitzende des neugegründeten Vereins. Der zunächst Kunstkreis für Harlingerland hieß. Sie berichtete, dass sie sich auf tatkräftige Hilfe der Mitglieder, aber besonders auf die ihres Führungsteams Jacobs und Block, stützen konnte. Die gelernte Grafikerin meisterte ihre Aufgabe mit Konzentration und Fleiß, sowie einer klaren Vorstellung von einem Kunstkreis. 14 Jahre bestätigte der Verein sie alle zwei Jahre auf´ s neue in dieser Position, bevor sie den Posten des Vorsitzenden an Harry R. Fisch weitergab.

Doch ein Verein

okk-anfang
Eisbein-timmermann2001
derNeue

1999 Neue Impulse

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Interessante links und pdf downloads

Im Mai 1999 lädt Harry R. Fisch Angelika Weigelt und Yvonne Schrage ein, als Gast Künstlerinnen gemeinsam mit dem Ostfriesischen Kunstkreis  in der Mühlengalerie der Stadt Esens auszustellen. Natürlich in der Hoffnung beide Künstlerinnen für den OKK gewinnen zu können. Bei einer der Beiden geht der Plan auf. Angelika Weigelt bleibt und wird noch im selben Jahr einstimmig als neues Mitglied bestätigt.  Schon ein Jahr später entscheidet sie sich für eine aktive Mitarbeit an den großen Themen des Kreises, die eigene Galerie und neue Mitglieder gewinnen, denn der Mitgliederschwund in den vergangenen Jahren war bereits groß. Neu von ihr eingebracht wurde das Thema Internet. 1999 waren außer ihr und Hans-Christian Petersen keine Künstler des Kreises mit eigener Seite im Netz vertreten  und auch der Kunstkreis hatte noch nicht daran gedacht sich dort zu präsentieren.
Während an diesen Themen im Folgejahr 2000 fleißig gearbeitet wurde kündigte sich im Vorstand des Kreises  eine Veränderung an. Der 2. Vorsitzende und Schriftführer Hinrich Siebelts wollte nach nun mehr 10 Jahren sein Amt gerne weitergeben und Angelika Weigelt nahm im Februar auf der Jahreshauptversammlung, die Wahl an und seinen Platz ein. Die Arbeit nahm weiter Fahrt auf, es folgte eine Informationsbörse in der Stadthalle , der erste OKK Werbeflyer wurde erstellt (Ostfriesischer Kunstkreis e.V) und Last but not least www-ostfriesischer-kunstkreis.de, die Version 1 der Homepage wurde von Angelika Weigelt im Mai 2001 online gestellt.  Ende 2001 nach einer sehr Presse wirksamen Ausstellung in der Alten Pastorei des Deutschen Sielhafenmuseums war die Zahl der Mitglieder wieder leicht angestiegen und neue Bewerbungen lagen vor. 2002 zum 25 Jährigen Bestehen des Ostfriesischen Kunstkreises sprach der Vorsitzende Harry R. Fisch  von einem Erfolgskurs, den er in der konsequenten Verfolgung sah von Qualität und niveauvollen Erscheinungsbild des Kreises, den Ehrenmitgliedern als Spitzenkräfte, der breitgefächerten Exponaten Palette hinsichtlich der Techniken und der neues Leben einhauchenden Impulse, die Angelika Weigelt lieferte, als der Verein fast tot gesagt wurde.
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Begleitende Presseartikel:
03.05.1999 Querschnitt ostfriesischer Kunst 
06.01.2000 Kunstkreis träumt von Galerie 
02.03.2001 Galerie ist größter Wunsch
16.03.2002 Seit 25 Jahren auf Erfolgskurs

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2003 Neuer Vorstand

1991 Mannschaftswechsel

Im März  2003 übernimmt zunächst Heidrun Hurtzig (Protokoll lesen) den Posten als Kassenwartin und löst damit Ihno Redelfs, nach 13 Jahren engagierter Amtszeit, ab. Die feste Überzeugung, dass der Verein sich eine Galerie nicht leisten kann und ihre Sorge, dass der Verein die Risiken unterschätzt, die mit dem Betrieb eigener Räumen verbunden sind, veranlassen sie wenige Monate nach Amtsantritt den Posten wieder frei zugeben. Im November 2003 wird Helga Siepmann (Protokoll lesen) ihre Nachfolgerin.  Dazwischen bekommt der Kunstkreis im September 2003 auch noch einen neuen Vorsitzenden Ernst Ludwig Becker (Protokoll lesen), zu der Zeit Amtsarzt im Landkreis Wittmund und bereits vor der Übernahme des Vorsitzes im Ostfriesischen Kunstkreises ein leidenschaftlicher Kunstfreund mit einem Spezialgebiet - der Grafik.
Die neue Führungsspitze Becker, Weigelt, Siepmann wird ein erfolgreiches Team, das den lang gehegten Traum des Ostfriesischen Kunstkreises nach einer eigenen Galerie für den Verein endlich vollenden kann. 2004 werden die Verträge unterschrieben und 2005 eröffnet die “Palette” ihre erste Ausstellung (mehr lesen - Events)
 

Karusell3

Der Hype endet 

2011 Veränderung liegt in der Luft

Fünf Jahre später hat der Kunstbetrieb in der “Palette” eine feste Gestalt angenommen. Das Arbeitspotential ist exponentiell mit dem Kunstbetrieb angestiegen. Neben Sitzungen und Protokollen wachsen Werbung, Presse, Internet und eine immer umfangreichere Ausstellungsorganisation. Sie erweitern das ursprüngliche Schriftführeramt enorm (im Protokoll lesen). Angelika Weigelt sieht zu dem die großen Ziele für den OKK, mit denen sie 1999 angetreten war erreicht und wünscht sich wieder mehr Zeit für ihre eigene Kunst und neue Projekte. Sie kündigt  Ende 2010  an, dem Kunstkreis bei der nächsten Wahl 2011 nicht mehr zur Verfügung zu stehen.  Im März 2011 zur Jahreshauptversammlung beschließt der OKK eine neue Satzung und beruft nun vier Personen in den Vorstand, statt der bisher drei. Es wurde ein extra Posten geschaffen: Pressereferent,  der ebenfalls die Werbegestaltung für den Verein übernimmt. Das neue nun vierköpfige Vorstandsteam, wird gebildet aus dem 1. Vorsitzenden Ernst-Ludwig Becker, 2. Schriftführerin Helga Siepmann, 3. Kassenwartin Sabine Stenzel, 4. Pressereferentin / Grafische Gestaltung Brigitte Delinger (Protokoll lesen). Ende 2012 gibt Angelika Weigelt auch die Gestaltung und Betreuung der Internetseite des OKK auf und in die Hände von Achim Hamacher.

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Goldgräberstimmung

Ganz unerwartet wird es ruhiger um den Ostfriesischen Kunstkreis. Der Hype der ersten Jahre scheint vorbei. Die Mitgliederzahl schwindet, meist aus Altersgründen. Jüngeren Künstlern ist der Verein meist nicht modern genug. Die Kunstszene im Landkreis ist selbständig geworden. Viele andere neu gebildete Vereine konkurrieren untereinander.

Das neue Führungstrio Fisch, Siebelts, Redelfs erweist sich als ebenso engagiert, wie die Mannschaft, die sie abgelöst haben. Sie bringen neue tragfähige Strukturen in den schnell wachsenden Verein und verankern diese in der Satzung vom Februar 1993. Hinrich Siebelts als Schriftführer des Kreises, wird von dem Zeitzeugen und Urgestein des Kunstkreises Hans Christian Petersen (Gründungsmitglied) als sehr engagiert und besonders im Bereich der Pressearbeit beschrieben. Viele sehr gute und umfänglich verfasste Pressemeldungen fanden sich dann auch in den Unterlagen des Kreises, mit denen er die hiesigen Redaktionen stetig mit Informationen versorgte. Die tatsächlich sehr zahlreich in der regionalen Presse erschienenen Artikel über den OKK aus dieser Zeit dokumentieren das große Interesse der Öffentlichkeit am Kunstkreis. Im Interview erklärte H. C. Petersen dieses Phänomen damit, dass es zu dieser Zeit Kunstausstellungen in der Dichte, wie wir sie heute kennen,  einfach nicht gab. Heute sind Ausstellungen in Cafes, Büros oder Ämtern von Solo Künstlern oder Gruppierungen überall anzutreffen. Es gibt kaum eine weiße freie Wand im öffentlichen Raum, die nicht mit “Kunstwerken” bestückt ist.  Besonders kennzeichnete den Kunstkreis in dieser Zeit auch die qualitativen Prinzipien, die den Kunstgenuß für den Betrachter stets garantierten. Das Führungstrio konnte dabei auf die Unterstützung der Sparkasse Wittmund zählen, die neben sehr guten Möglichkeiten Kunst zu präsentieren auch für professionelle Einladungen, Rahmenprogramm oder ggf. sogar für Kataloge sorgte. Auch die Stadt Wittmund unterstützte den Kunstkreis nach Kräften. Er fand in Dr. Th. Uebelhoer (zu der Zeit Stadtdirektor) einen sehr engagierten Mitstreiter, der u. a. Kunst Events, wie z. B. die Harle Kunstausstellung  oder das Düsseldorfer Highlight ermöglichte. Der 1. Vorsitzende Harry R. Fisch ebnete den bisher still gemiedenen “Abstrakten” den Einzug in den Kreis und modernisiert damit den Verein. In vielen Presseerklärungen wird immer wieder von ihm unterstrichen, wie groß die Palette der präsentierten Techniken ist. Aber auch seine schon 1984 gegründete Malschule trug ganz wesentlich zum florierenden Kunstbetrieb des OKK bei.  Allgemein herrschte  Goldgräberstimmung  in dieser Zeit. Der Kunstkreis erfreut sich regen Interesses und steigenden Mitgliederzahlen. Der Verein kann im ganzen Land viele Ausstellungen verwirklichen . Nur der Wunsch nach eigenen Räumen, einer Galerie für den Kreis bleibt weiterhin unerfüllt, obwohl der 1. Vorsitzende Harry R. Fisch bereits ab 1992 regelmäßig in der Presse diesen Wunsch veröffentlichen läßt.

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